Archive für 21.4.2008

Neue ARD Serie «Geld macht Liebe»

In der Familiensaga werden Geschichten rund um die gesellschaftliche Oberschicht behandelt. Die Themen sind mit Liebe und Intrige sehr soaplastig ausgewählt.

Vom 22. April bis zum 9. Dezember werden die ersten Folgen der neuen ARD-Serie «Geld macht Liebe» gedreht. Das Leben der Familiendynastie von Rheinberg wird in den 13 Episoden genau belichtet – und zwar jeder Facette. Ob es um Geheimnisse geht, ob Intrigen, Macht, Geld oder Liebe im Spiel sind, das wissen bis jetzt nur die Drehbuchautoren Heike Brückner von Grumbkow, Jörg Brückner und die Regisseurin Christine Kabisch, die sich zuletzt in «Familie Sonnenfeld» beweisen konnte.

Zum Inhalt der High Society-Serie: Seit Generationen folgt die Familie Rheinberg dem Motto: Wo Geld eine Rolle spielt, hat die Liebe erst mal unterdrückt zu sein. Markus von Rheinberg (gespielt von Roland Koch) musste nach dem Tod seines Vaters lernen, diese Grundsätze in die Tat umzusetzen. Seine Frau ist eine beliebte Dame der Society und zusammen haben sie drei bereits erwachsene Kinder: Ein Party-Girl à la Paris Hilton, eine Dressurreiterin und den Kronprinz des Familienunternehmens. Vor der Kulisse Frankfurts bildet die Dynastie eine wichtige Säule des deutschen Wirtschaftsmarkts. Doch plötzlich tauchen Menschen auf, die hinter die so perfekte Fassade des Lebens der Familie blicken – und der Ruf des Unternehmens ist in Gefahr.

Produziert wird die neue Serie von Tivoli Film unter der Leitung von Gerald Podgornig und der Firma Lisa Film (Produzent: Prof. Karl Spiehs). Der voraussichtliche Sendetermin ist Sommer 2009, dann soll die Serie für gute Quoten am Montagabend sorgen.

Kein Anschluss unter dieser Nummer

Provider kündigen Flatrates, weil zu viel telefoniert wurde.

Eine Flatrate verspricht dem Wortsinn nach eigentlich unbegrenztes Telefonieren oder Surfen. Doch Vieltelefonierer und Dauersurfer mit einem solchen Pauschaltarif müssen damit rechnen, dass ihr Anbieter wegen übermäßiger Nutzung den Vertrag kündigt.

«Es gibt immer wieder Kündigungen von Flatrate-Verträgen wegen unüblicher Nutzung», beobachtet Thomas Hagen von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein in Kiel. Dabei stützen sich die Provider auf ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Wie genau die «unübliche», sprich übermäßige Nutzung aussieht, lasse sich dabei nicht sagen: «Das ist ein dehnbarer Begriff.»

Zu den Anbietern, die ihre Pauschaltarife deckeln, gehört neben anderen zum Beispiel Arcor. Das Unternehmen mit Sitz in Frankfurt/Main schließt in seinen Geschäftsbedingungen laut Pressesprecher Michael Peter eine gewerbliche Nutzung bei bestimmten Tarifen aus. Diese gewerbliche Nutzung glaubt der Anbieter anhand des Anwendungsverhaltens seiner Kunden erkennen zu können. Wenn jemand zum Beispiel täglich 5000 Faxe verschickt, habe das keinen privaten Charakter und sei nicht mit der Flatrate abgegolten, sagt Peter.

Arcor hat in jüngster Vergangenheit vor allem Kunden angeschrieben, die eine Flatrate-Option für Telefonate ins Ausland gebucht und davon nach Ansicht des Unternehmen zu intensiv Gebrauch gemacht haben. «Wir versuchen so, Missbrauch zu verhindern», sagt Peter. Kann der angeschriebene Kunde glaubhaft machen, dass er den Service ausschließlich privat nutzt, werde er nicht weiter behelligt. Ignoriert der Kunde das Anschreiben und ändert auch sein Verhalten nicht, kündigt Arcor ihm. «Die überwiegende Mehrheit unserer Kunden hat damit aber nichts zu tun», versichert der Pressesprecher.

Was genau für den Provider zu viel ist, verrät Arcor allerdings nicht. Der Rechtsanwalt Jürgen Weinknecht aus Itzehoe sieht das Vorgehen ohnehin skeptisch: «In den AGB auf der Website finde ich keine Einschränkungen hinsichtlich der gewerblichen Nutzung», sagt der Jurist. Laut Weinknecht wäre es unter anderem deshalb für das Unternehmen nicht besonders aussichtsreich, sich in einem Rechtsstreit auf die Vertragsbedingungen berufen zu wollen.

Das wird man bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf gerne hören. Die Organisation hat Klage gegen Arcor eingereicht: «Wir haben einige Beschwerden von Verbrauchern bekommen», sagt Theo Wolsing, Sprecher der Verbraucherzentrale. Bei den Betroffenen handele es sich um Kunden, die mehr als 50 Stunden im Monat telefoniert haben - privat und nicht geschäftlich. «Wenn man Familie im Ausland hat, geht das schnell.» Die Beschwerden richteten sich dabei auch gegen Wettbewerber wie E-Plus.

Jürgen Weinknecht rät Betroffenen, eine entsprechende Kündigung nicht einfach hinzunehmen: Sie sollten der Kündigung beziehungsweise der Kündigungsdrohung schriftlich widersprechen. «Weisen Sie darauf hin, dass eine geschäftliche Nutzung durch die AGB nicht ausgeschlossen wird», rät der Jurist.

Derweil hat auch der Mobilfunk- und DSL-Discounter Congstar einigen Flatrate-Kunden gekündigt. Über die Beweggründe wird in der Online-Welt reichlich spekuliert. Die Telekom-Tochter selbst macht zu den Gründen keine Angaben. Das sei auch nicht nötig, so Weinknecht, wenn es wie bei Congstar keine Mindestvertragslaufzeit gebe und fristgerecht gekündigt werde. Manche Verbraucherschützer vermuten jedoch auch hinter diesem Vorgehen eine Masche: Die Provider werben mit einer Flatrate, schmeißen dann aber zu teure Kunden raus.

Wer sich einen neuen Anbieter sucht, sollte laut Thomas Hagen von der Verbraucherzentrale in Kiel genau darauf achten, dass die Flatrate eine echte Pauschale ist. Probleme bei der Anbietersuche sollte es jedenfalls nicht geben: «Bisher ist uns nicht bekannt, dass gekündigte Vielnutzer woanders nicht mehr angenommen werden.»

Late Night-Comeback bei Sat.1 missglückt völlig

Sat.1 hätte “Die Niels Ruf Show” wohl besser im Pay-TV gelassen. Zum Start im Free-TV hagelte es am Freitagabend jedenfalls miserable Quoten.

BSchon seit Oktober 2006 lief “Die Niels Ruf Show” als erste Eigenproduktion von Sat.1 Comedy im Pay-TV und somit auch unter Ausschluss einer allzu großen Öffentlichkeit. Das sollte sich am Freitagabend ändern. Denn in dieser Woche strahlte erstmals Sat.1 die etwas überarbeitete Show aus. Ein Versuch, den man wohl schon wieder bereut.

Denn dreieinhalb Jahre nach dem Flop mit “Anke Late Night” ging das Late Night-Comeback von Sat.1 völlig daneben. Gerade mal 420.000 14- bis 49-jährige Zuschauer wollten die “Niels Ruf Show” bei Sat.1 sehen, das entsprach einem miserablen Marktanteil von 6,3 Prozent. Insgesamt schauten nur 640.000 Zuschauer ab drei Jahren zu, was auch beim Gesamtpublikum nur für äußerst schwache 4,5 Prozent Marktanteil reichte.

Am ehesten konnte Niels Ruf dabei noch die ganz jungen Zuschauer vor den Fernseher locken. Bei den 14- bis 19-jährigen Teenagern reichte es immerhin noch zu 8,6 Prozent Marktanteil - was aber ebenfalls schon ein ziemlich mauer Wert war. Richtig eingebrochen sind die Quoten dann bei allen Zuschauern über 40 Jahren. Nun darf man gespannt sein, wie lange Sat.1 an Niels Ruf festhalten wird - und ob die Show gegebenenfalls wieder allein im Pay-TV fortgeführt würde.

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