Archive für 28.4.2008

Paris sucht Freund im Internet

Seit Februar ist die Skandalnudel mit dem amerikanischen Punkmusiker Benji Madden (29) liiert, beide tragen einen Verlobungsring mit den Initialen des anderen am Ringfinger, und Hiltons Eltern haben bereits ihren Segen zu der Verbindung gegeben. Trotzdem ist die Hotelerbin derzeit auf der Suche nach einem neuen Freund. Sie plant beim US-Musiksender MTV eine Dokusoap, in der sie ihren BFF - «Best Friend Forever» - finden will. Die Kandidaten, männlich und weiblich, stehen derzeit im Internet zur Auswahl. Am Montag startet die letzte Runde.

«Paris braucht einen neuen Freund, der mit ihr durch dick und dünn geht. ..und, klar, sie gelegentlich auch mal zum Lachen bringt», heißt es auf der Bewerbungsseite www.ParisBFF.com. Wer gedacht hätte, dass sich die Zahl der Hilton-Fans nach ihren zahlreichen Eskapaden, Verkehrssünden und 23 Tagen Gefängnis im vergangenen Jahr in Grenzen hält, sieht sich getäuscht. Der Zulauf ist enorm. Mehr als 85 000 Interessenten haben sich gemeldet, nur 20 dürfen mitmachen. Im Mai läuft die Produktion an, im Oktober soll die Serie in den USA starten.

Absoluter Spitzenkandidat in dem seit Mitte März laufenden Auswahlverfahren ist ein 21 Jahre alter New Yorker, der sich im Blog als «boshaft, modebegeistert, schön, scharf, leidenschaftlich» vorstellt. Er bekam bis zum Sonntagmittag (MESZ) auf knapp 400 000 Stimmen und ließ damit alle anderen Konkurrenten haushoch hinter sich. Seinen Vorsprung hat der witzige Typ mit Pudelmütze wohl vor allem einer geschickten Namenswahl zu verdanken: Er taufte sich für seinen anonymen Eintrag BenjyBenjy - also praktisch wie Hiltons tatsächlicher Lover Madden hoch zwei. Auf Platz zwei folgt weit abgeschlagen mit gut 143 000 Stimmen eine pausbäckige, 22-jährige Frau aus Texas, die sich als «vertrauenswürdig, dumm, liebenswert, anziehend, biestig» empfiehlt.

Ob die Idee zu der Serie geboren wurde, als Hilton sich wirklich noch einsam fühlte, oder ob es nur um einen neuen Vermarktungshit der cleveren Geschäftsfrau geht, ist nicht bekannt. Auch das Konzept der neuen Show wird sorgsam unter Verschluss gehalten. Dem Vernehmen nach sollen die 20 Auserwählten bei ihrem Zusammenleben in zehn TV-Folgen auf unterschiedlichste Art beweisen, wer von ihnen am besten als Herzbube oder Herzdame von Paris Hilton geeignet ist. Gefragt sind vor allem Loyalität, Ausdauer und der Nerv, dem Daueransturm der Paparazzi zu widerstehen. BenjyBenjy bewaffnet sich in seinem Werbevideo dafür schon mal mit einer Bratpfanne.

Für Madden, aber auch für Hiltons bisherige Mal-mehr-mal-weniger- Busenfreundin Nichole Richie dürfte die neue Konkurrenz nicht einfach wegzustecken sein. Mit Richie, der Tochter des US-Erfolgssängers Lionel Richie, hatte die betuchte Hotelerbin 2003 ihren Durchbruch im TV-Geschäft geschafft. Ihre gemeinsame Realityshow «The Simple Life» (Das einfache Leben) lief in den USA jahrelang mit Topquoten. In Deutschland ist derzeit beim Musiksender VIVA die fünfte Staffel zu sehen, die nach dem Bruch und Neubeginn der Busenfreundschaft Hilton/Richie entstand. Allein der Auftritt in dieser Staffel soll ihr umgerechnet zwei Millionen Euro eingebracht haben. Über die Gage bei der Freundschaftssuche ist bisher noch nichts bekannt.

 

 

US-Serienhit “24″ ab 23. Juni 2008 auf ProSieben

Neues am Mystery-Montag: ProSieben zeigt ab 23. Juni 2008 um 20.15 Uhr die Vampir-Mystery-Serie “Moonlight”. Im Anschluss, um 22.15 Uhr, kämpft Anti-Terror-Agent Jack Bauer (Kiefer Sutherland) im US-Serien-Hit “24″ nicht nur gegen den Terror sondern auch gegen die Zeit. Ab dem 30. Mai 2008, gibt es um 21.15 Uhr ein Widersehen mit den verrückten Wissenschaftlern in der zweiten Staffel “Eureka - Die geheime Stadt”.

 

“Moonlight” - ab 23. Juni 2008 um 20.15 Uhr

Privatdetektiv Mick St. John (Alex O’Loughlin) lebt unerkannt als Vampir in L.A.. Er wurde vor 60 Jahren von seiner Frau gebissen und damit in einen Vampir verwandelt. In seinem Job als Privatdetektiv versucht Mick den Menschen zu helfen und so eine Wiedergutmachung für sein Leben als “Monster” zu erreichen. Bei seiner Arbeit begegnet er der Internet-Reporterin Beth Turner (Sophia Myles) und beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Beth kann Micks Geheimnis aufdecken, doch anstatt sich von ihm abzuwenden, will sie mehr über sein Vampirdasein wissen.

 

“24″ - ab 23. Juni 2008 um 22.15 und 23.15 Uhr in Doppelfolgen

24 Stunden im Leben von Anti-Terror-Agent Jack Bauer (Kiefer Sutherland): Auch in der sechsten Staffel liefert sich Jack einen Kampf gegen den Terror. Eine Welle von Terroranschlägen erschüttert

die USA. Wayne Palmer (D.B. Woodside) ist inzwischen Präsident der Vereinigten Staaten. Er trifft ein Abkommen mit den Chinesen und Jack wird daraufhin aus der Gefangenschaft freigelassen: Jack Bauer ist nach 20 Monaten Folterung durch die Chinesen schwer gezeichnet. Jack kommt schnell auf die Spur des Mannes, der die Terroranschläge plant - Abu Fayed (Aoni Maropis). Fayed beabsichtigt, Jack zu töten: Ein Opfer, das die amerikanische Regierung in Kauf nehmen will.

 

“Eureka - Die geheime Stadt” - ab 30. Juni 2008 um 21.15 Uhr

Die idyllische Kleinstadt Eureka verbirgt ein mysteriöses Geheimnis: Die amerikanische Regierung hat dort seit Jahren die besten Wissenschaftler angesiedelt. Nach dem tragischen Tod von Henrys Freundin Kim ist in Eureka nichts mehr wie es war: Das Rätsel um das Artefakt wird weiter entschlüsselt und es stellt sich heraus, dass es sämtliche Geheimnise des Universums in sich trägt.

 

 

Zeit zu leben

Das Ehepaar Waldheim lebt in besten bürgerlichen Verhältnissen. Es geht ihm gut. Der Lebensabend könnte nicht besser sein, der Sohn macht seine Karriere als Arzt, Tochter Annabelle arbeitet als Meeresbiologin im Ausland.

Als Annabelle (Maja Maranow), nach langer Abwesenheit wieder nach Hause zurückkommt, wird sie wider Erwarten mit einem Problem konfrontiert, mit dem sie überhaupt nicht gerechnet hat. Denn in dem ZDF-Drama «Zeit zu leben» an diesem Montag (20.15 Uhr) geht es um das Thema Sterbehilfe - aber auf sehr unkonventionelle Art und Weise.

Zunächst der Schock: Die Eltern Lena (Nicole Heesters) und Rolf (Friedrich von Thun) teilen ihren Kindern mit, gemeinsam in den Tod gehen zu wollen. Rolf hat Krebs, Raucherin Lena droht die Amputation eines Beins. Beide sind schon lange Mitglieder in einem Verein für humanes Sterben und wollen einem langsamen Siechtum entgehen, indem sie ihren Tod selbst in die Hand nehmen. Zusammen mit ihren Eltern tritt die konsternierte Annabelle die Reise nach Holland an, wo sie sich in einer Privatklinik vergiften wollen.

Doch dann kommt alles anders als geplant: Die Mutter stirbt und der Vater überlebt, weil er den Todescocktail wieder ausspuckt. Nach Lenas Beerdigung geht für Rolf der Alltag wieder los. Routinemäßig schaltet sich die Polizei ein, um festzustellen, ob auch kein Tötungsdelikt vorliegt. Annabelle lässt das, was in Holland hinter verschlossenen Türen passiert ist, keine Ruhe. Warum hat ihr Vater im letzten Moment gezögert? Der Wahrheit kommt Annabelle auf die Spur, als sie erfährt, dass ihr Vater ein Verhältnis mit der deutlich jüngeren Rieke (Katharina Böhm) hat.

Der Film versuche in Form eines klassischen Dramas, die Auseinandersetzung um das Thema Sterbehilfe auf seinen immer gültigen Kern zurückzuführen, sagt der zuständige ZDF-Redakteur Daniel Blum. «Dorthin nämlich, wo der Lärm der gesellschaftlichen Debatte die handelnden Menschen noch nicht erreicht hat oder nicht mehr erreichen kann, dorthin also, wo wir alle sehr allein vor der Frage stehen, wie man das machen soll mit dem Sterben und dem Leben.» Eine kleine Erkenntnis könne man aus dem Drama aber doch herauslesen: ohne um eine Haltung zum Leben gerungen zu haben, könne man auch keine Haltung zum Sterben finden.

Autorin Hannah Hollinger, nach deren Vorlage Regisseur Matti Geschonnek das Drama inszenierte, wollte kein «Betroffenheitsdrama, sondern ein Familien- und Aufdeckungsspiel» schreiben. «Warum vertrauen zwei ältere Menschen nicht mehr ihrer Kraft und der Möglichkeit, ihr Leben bis zum letzten Atemzug würdig gestalten zu können?», fragt die Autorin. Produzent Reinhold Elschot (Network Movie) sagt, es sei nie darum gegangen, «einen schmerztriefenden Trauerfilm» zu produzieren. «Sterbehilfe ist ein wichtiges Thema. Aber Partei wollten wir nicht nehmen.»

Hauptdarsteller Friedrich von Thun ist unterdessen wieder für das ZDF im Einsatz. Mit Regisseur Geschonnek und seinen Schauspielerkollegen Nina Kunzendorf und Heino Ferch dreht er gerade den zweiteiligen ZDF-Thriller «Entführt».