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13.5.2008 von Thilo Nordmeyer.
Der Drachentöter Siegfried und der im Rhein versenkte Schatz der Nibelungen gehören zu den bekanntesten Elementen der Nibelungensage. Das zweiteilige ARD-Dokudrama «Der Schatz der Nibelungen» geht über Pfingsten auf die Suche nach dem historischen Kern der Sage.
Schriftlich fixiert wurde sie im 13. Jahrhundert im Nibelungenlied, doch die Sage ist viel älter und taucht in verschiedenen Varianten im gesamten europäischen Kulturkreis auf. Der Öffentlich-rechtliche Sender widmet sich heute (Pfingstmontag 17.45 Uhr) im zweiten Teil weiter dem historischen Stoff.
Zu den Fragen, die sich die Autoren André Meier und Jürgen Stumpfhaus stellen, gehören: Gibt es einen historischen Siegfried? Wo ist der Schatz? Wer waren die Burgunder, deren Untergang die Sage beschreibt, wirklich? Nach der Überlieferung besiegt Siegfried, der Königssohn aus Xanten, mit seinem Zauberschwert den Drachen Fafnir und wird durch ein Bad in dessen Blut unverwundbar. Nach der Eroberung des Schatzes hält er in der Königsstadt Worms um die Hand von Kriemhild an, der schönen Schwester der Herrscherbrüder Gunther, Gernot und Giselher. Auf Island umwirbt König Gunther mit Unterstützung des unsichtbaren Siegfried die bärenstarke Königin Brunhilde.
Die Orte der Erzählung sind klar benannt, auch einige der Personen sind historisch verbürgt. Der erste Teil des Dokudramas wurde an den Originalschauplätzen gefilmt, die das Nibelungenlied nennt: Island, Frankreich, Dänemark, Schweiz und Österreich. Zu Wort kommen ausgewiesene Nibelungenexperten aus Marburg, Wien, Worms und Zürich. Teil zwei beginnt nach der Ermordung Siegfrieds mit der Verbannung der Witwe Kriemhild vom Hof der Burgunder. Den Schatz versenkt Hagen im Rhein - 144 Ochsenkarren voller Gold und Edelsteine. Auf der Suche nach dem historischen Kern dieser Ereignisse gelangen die Autoren bis in das Zeitalter der germanischen Völkerwanderung zurück.
«Wir gehen aus von verschiedenen historischen Begebenheiten, die sich zwischen dem 1. und 6. Jahrhundert nach Christus tatsächlich ereignet haben, sagt Regisseur André Meier. In dieser Epoche versuchten die Römer, ihre Grenzen zu verteidigen, während die germanischen Völker nach Gallien und in den reichen Süden vordrangen. Auch die Burgunder - im Epos mit dem Volk der Nibelungen gleichgesetzt - mussten ihr Stammesgebiet verlassen und zogen an den Rhein. Guntomar, Giesleherr und Godomar sind verbürgte burgundische Königsnamen und entsprechen offenkundig den Namen im Nibelungenlied.
Sowohl in der Sage als auch historisch wurden die Burgunder fast vollständig vernichtet. Im Nibelungenlied wird das Volk durch Kriemhild am Hof ihres neuen Gemahls Etzel verraten. Etzel ist der literarische Name des Hunnenkönigs Attila. Die historische Parallele ist die Katastrophe des burgundischen Stammes um 435. Als die Burgunder auf Beutezug in Gallien einfielen, wurden sie von den Hunnen gestoppt, die mit den Römern verbündet waren, und gnadenlos niedergemetzelt - über 20 000 Tote überliefern die Quellen.
Mit der Sage vom Nibelungengold erhielt die Suche nach dem Schatz immer wieder neuen Auftrieb. Ein bizarrer Höhepunkt wurde in den 30er Jahren erreicht: Naziführer Hermann Göring ließ einen riesigen Schwimmbagger bauen, um den Rhein nach dem Nibelungengold abzusuchen. Die Ausbeute waren magere 300 Gramm Rheingold. Selbst heute versuchen einzelne Abenteurer noch am alten Stromverlauf ihr Glück. Das Filmteam begleitet sie, von Eich am Rhein bis nach Neupotz. Hier wurde schon ein beachtlicher Schatz gehoben. Aber ist es der legendäre Nibelungenhort?
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9.5.2008 von Thilo Nordmeyer.
Nach TV-Wettbewerben für Sänger, Models und Tänzer kommt jetzt eine Castingshow für Nachwuchspolitiker. Das ZDF sicherte sich die Rechte an dem Reality-Format «The Next Great Leader», in dem «neue, unverbrauchte politische Hoffnungsträger» gesucht werden.
Der Mainzer Sender bestätigte entsprechende Angaben des internationalen Programmentwicklers Distraction. Weitergehende Informationen darüber, in welcher Form und wann das Konzept umgesetzt werden soll, waren noch nicht zu erhalten. In Kanada lief die Show im vergangenen Jahr bei CBC unter dem Titel «Canada’s Next Great Prime Minister», im März 2008 folgte eine Neuauflage.
Das Distraction-Konzept sieht vor, dass sich junge Menschen im Alter von 18 bis 25 Jahren mit einer drei bis fünf Minuten langen Videobotschaft an ihre «Wähler» wenden können. Aus den zahlreichen Bewerbungen wählt eine Jury die besten 25 aus, wobei originelle Ideen und überzeugender Vortrag entscheidend sein sollen. In einem Halbfinale werden die Bewerber auf ihre Kenntnis des aktuellen Geschehens hin befragt. Das zweistündige Finale besteht aus einer Podiumsdiskussion der besten vier Kandidaten mit anschließender Abstimmung des Studiopublikums über den Sieger, der einen Geldpreis erhält.
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7.5.2008 von Thilo Nordmeyer.
“When was the last time you spoke with him? Did you speak about home repairs?”
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