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5.3.2009 von Thilo Nordmeyer.
Surfen im Internet trainiert einer US-Studie zufolge das Gehirn. Vor allem Internet-Erfahrene profitierten davon, teilt das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit in Bielefeld mit.
Forscher der Universität von Kalifornien hatten die Aktivität verschiedener Hirnareale beim Surfen untersucht. Beim Lesen von Büchern seien die Bereiche für Sprache, Lesen, Gedächtnis und Verarbeitung optischer Reize aktiv. Dagegen würden beim Surfen zusätzlich die Teile des Gehirns genutzt, die bei komplizierten Entscheidungen beteiligt sind.
An dem Test waren Versuchspersonen im Alter zwischen 55 und 76 Jahren beteiligt. Nur die Hälfte von ihnen hatte Erfahrungen mit der Informationssuche im Internet. Beide Gruppen mussten mit Hilfe von Suchmaschinen bestimmte Inhalte im Internet recherchieren.
Es zeigte sich, dass die Internet-Erfahrenen eine doppelt so intensive Hirntätigkeit aufwiesen wie die weniger Geübten, so das Kompetenzzentrum. Surfen ist den Wissenschaftlern zufolge eine gute Trainingsmethode für das Gehirn. Regelmäßiger Internetkonsum könne einer Verringerung des Leistungsvermögens des Gehirns vorbeugen.
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5.3.2009 von Thilo Nordmeyer.
Die bayerische Volksschauspielerin Ruth Drexel ist tot. Die Regisseurin und Theaterintendantin, die insbesondere als Mutter des «Bullen von Tölz» bundesweit bekannt wurde, sei bereits am vergangenen Donnerstag im Alter von 78 Jahren gestorben.
Dies teilte ihre Agentin Susanne Schulz am Mittwoch mit. Drexel wurde im engsten Familienkreis beigesetzt. Seit der ersten Folge war Drexel in «Der Bulle von Tölz» (Sat.1) als resolute Pensionswirtin Resi Berghammer und TV-Mutter von Titeldarsteller Ottfried Fischer zu sehen. Obwohl die Auftritte der langjährigen Chefin des Münchner Volkstheaters in der Krimiserie oft recht kurz waren, drückte Drexel den Fernsehfilmen ihren Stempel auf. «Egal, was sie spielt, die füllt jede Szene aus», beschrieb der frühere «Bulle»-Regisseur Walter Bannert die Münchner Schauspielerin einmal.
Die gebürtige Niederbayerin musste bereits 2007 wegen einer schweren Krankheit eine längere Drehpause einlegen. Worunter Drexel damals litt, wurde von ihrer Agentin nicht bekanntgegeben. Mehrere «Bullen»-Folgen musste sie aussetzen und stand dann für neue Kriminalfälle vor der Kamera. Welche Bedeutung Drexel für die Reihe hatte, wurde bei der Ausstrahlung der Folgen ohne die beliebte Schauspielerin klar - die Einschaltquoten gingen zurück. «Otti Fischer fehlt die Mama», räumte 2008 anlässlich Drexels Bildschirm- Rückkehr der damalige Sat.1-Geschäftsführer Matthias Alberti ein. Doch nun wird Fischer alias Kommissar Benno Berghammer dauerhaft auf seine Fernsehmutter verzichten müssen.
Die in Vilshofen bei Passau geborene Mimin hatte schon vor der populären Serie viele Rollen auf und hinter der Bühne gespielt. Jahrzehntelang war sie im In- und Ausland in Theaterklassikern wie der «Dreigroschenoper» oder modernen Stücken wie «Jagdszenen in Niederbayern» zu sehen, zudem war sie seit Ende der 70er Jahre auch als Regisseurin tätig. Als erste Frau inszenierte sie 1981 am renommierten Bayerischen Staatsschauspiel.
Im Jahr 1988 übernahm Drexel als Intendantin und Geschäftsführerin die Verantwortung für das Volkstheater in der bayerischen Landeshauptstadt. Unter schwierigen Bedingungen etablierte Drexel das fünf Jahre zuvor gegründete Haus im Münchner Kulturleben, obwohl das Theater nur vergleichsweise niedrige Subvention erhielt. «Ihr Volkstheater war durchaus dem Volke nah, aber niemals volkstümelnd», lobte Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD). Bis 2002 stand Drexel mit einer kurzen Unterbrechung an der Spitze der städtischen Bühne, wo auch ihr langjähriger Lebensgefährte Hans Brenner (1938- 1998) immer wieder zu sehen war.
Die Schauspielkarriere von Drexel hatte bereits ein halbes Jahrhundert zuvor begonnen. Ab 1953 war sie zunächst an den Münchner Kammerspielen engagiert. Als junge Darstellerin gehörte sie dann auch ein Jahr dem Berliner Ensemble von Bertolt Brecht an. Bereits ab Ende der 50er Jahre folgen die ersten Rollen in Spielfilmen, TV-Serien und Fernsehfilmen. Darunter waren später Auftritte in Krimi-Klassikern wie «Tatort» oder «Der Alte» ebenso wie in Helmut Dietls «Münchner G’schichten» in der 70ern.
Schließlich kam ab 1995 ihre Paraderolle an der Seite des «Tölzer Bullen». Drexel schätzte das Konzept der Serie: Es sei nichts Rührendes oder gar Sentimentales zu finden, «dafür viel Witz und Humor.» Die erfahrene Theaterfrau sah in den Folgen mit dem typischen oberbayerischen Lokalkolorit eine Satire auf das Genre Heimatfilm und TV-Krimis. Wenn sie auf der Straße allerdings mit «Resi Berghammer» verwechselt wurde, konnte Drexel schon mal grantig werden. Dem Publikum gefiel es trotzdem, 1999 erhielt die vielfach ausgezeichnete Schauspielerin für die Verkörperung der schrulligen Polizistenmutter den Deutschen Fernsehpreis als beste Seriendarstellerin.
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5.3.2009 von Thilo Nordmeyer.
Wer auf dem Land wohnt, soll schon bald bessere Möglichkeiten zum Surfen im Internet haben. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch in Berlin, Funkfrequenzen für Breitband- Mobilfunkanwendungen freizugeben.
Wenn der Bundesrat im Mai der Verordnung zustimme, sei der Weg für die Versorgung ländlicher Regionen mit mobilem Breitband frei, erklärte Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Die Frequenzen wurden durch den Umstieg auf digitalen Rundfunk frei. Sie sollen nach dem Willen der Regierung im Jahr 2010 genutzt werden.
«Die ‘weißen Flecken’, also die Lücken in der Breitbandversorgung, sind immer noch gerade in dünn besiedelten ländlichen Räumen zu finden», teilte Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) mit. «Dies beeinträchtigt die Lebensqualität in diesen Gebieten und führt dort zu gravierenden Wettbewerbsnachteilen.» Die Bundesregierung plant, dass schnelles Surfen im Internet bis Ende 2010 in ganz Deutschland möglich sein soll. Noch sind fünf Millionen Bundesbürger nach Schätzungen vom schnellen Internet abgeschnitten.
Der Hightech-Verband Bitkom sprach von einem Meilenstein für das flächendeckende Angebot mit schnellen Internetzugängen in ländlichen Regionen. Die Frequenzen seien bisher dem Militär und dem Rundfunk zugewiesen gewesen, würden derzeit aber kaum genutzt. Rund 23 Millionen von knapp 40 Millionen Haushalten hätten bisher einen schnellen Internet-Zugang. Noch im laufenden Jahr erwartet der Verband 26 Millionen Breitband-Anschlüsse. Bitkom spricht von einem deutlichen West-Ost-Gefälle bei der Versorgung. In Deutschland gebe es noch rund 800 Kommunen, in denen Breitband nur über Satellit verfügbar sei.
Der Branchenverband VATM begrüßte die Entscheidung der Bundesregierung ebenfalls. «Wir stehen bereit.» Vodafone-Sprecher Jens Kürten sagte: «Wir hoffen nun auf eine schnelle Entscheidung im Bundesrat, so dass die Frequenzen im Herbst 2009 endlich vergeben werden können.» Anfang nächsten Jahres könne mit der Schließung der «weißen Flecken» begonnen werden.
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