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Mein Herz schlägt in Afrika
Der schwedische Schriftsteller Henning Mankell ist berühmt geworden wegen seiner Kriminalromane mit Kommissar Wallander. Das ZDF hat einige seiner Bücher verfilmt, auch die ARD hat «ihren» Wallander. Die Leidenschaft des Autors gilt jedoch mittlerweile dem afrikanischen Kontinent.
Mosambik ist seine zweite Heimat. In der Hauptstadt Maputo hat Mankell unter anderem auch ein Theater aufgebaut. «Mein Herz schlägt in Afrika» heißt der zweiteilige Film von ZDF-Reporterin Dunja Hayali, den das ZDF an diesem Dienstag (20.15 Uhr) und eine Woche später ausstrahlt.
Vor 37 Jahren betrat der heute 61-jährige Mankell erstmals afrikanischen Boden. Mit Hayali bereiste er den Senegal, von dort ging es weiter nach Mali, Uganda, Malawi und in Mankells Wahlheimat Mosambik. Der Schriftsteller, so das ZDF, lenkt den Blick auf ein anderes Afrika als jenes, das das Publikum aus den täglichen Nachrichtensendungen kenne. «Wir wissen alles darüber, wie die Afrikaner sterben, aber wir wissen zu wenig darüber, wie sie leben», sagt Mankell.
Am Strand von Thiaroye sur Mer treffen die beiden Reisenden Babakar Niang, einen jungen Senegalesen, der bis vor kurzem selbst als Schlepper seinen Landsleuten zur Flucht nach Europa verhalf. Aber Babakar hat sich eines Besseren besonnen: Heute unterstützt er eine Organisation von Müttern, die verhindern wollen, dass ihre Söhne bei der Flucht über das Meer ihr Leben riskieren. Yayi Ndir, eine Designerin aus Dakar, bildet in ihrer Werkstatt junge Leute zu Schneidern und Designern aus, die dann später ihre eigenen Werkstätten eröffnen sollen.
Vom Senegal aus geht es weiter nach Mali. Dort treffen Mankell und Hayali den Musiker Salif Keita. Viele seiner Lieder handeln von der glanzvollen Vergangenheit Malis. Weiter geht es in das sagenumwobene Timbuktu. «Schon als kleiner Junge habe ich davon geträumt, nach Timbuktu zu kommen», sagt Mankell. In Uganda treffen Mankell und Hayali die Lehrerin Joyce Achipa, die für ihre Pflegetochter Esther ein «Memory Book», ein Buch der Erinnerung, schreibt. Ihre eigenen Kinder sind schon in jungen Jahren an Aids gestorben, sie selbst ist mit dem Aidsvirus infiziert.