Archive für Juli 2009

Blogs offenbaren Stimmung der Internet-Nutzer

Ist die Internetgemeinde heute fröhlich und guter Dinge? Diese Frage können US-Forscher beantworten - sogar speziell für bestimmte Regionen und Altersgruppen.

In den vergangenen vier Jahren sei die Wahl Barack Obamas zum US-Präsidenten der fröhlichste Tag für englischsprachige Internet-Nutzer gewesen, berichtete die Universität in Burlington (US-Staat Vermont) über die Arbeit ihrer Forscher. Betrübte Kommentare habe es vor allem am Todestag Michael Jacksons gegeben. Die Studie ist im Fachmagazin «Journal of Happiness Studies» erschienen.

Das Team um Joshua Brown hatte rund zehn Millionen Beiträge aus Blogs analysiert, die von der «Emotionen-Suchmaschine» www.wefeelfine.org aufgespürt worden waren. Diese erfasse Sätze und Bemerkungen aus 2,3 Millionen Blogs, die mit «I feel» oder «I am feeling» (Ich fühle. ..) beginnen, erklärte die Universität.

Die Beiträge wurden von den Forschern nach Schlüsselbegriffen wie «vanity» (Eitelkeit) und «paradise» (Paradies), kategorisiert, denen jeweils ein Fröhlichkeitswert zwischen eins und neun zugewiesen wurde. Für «triumphant» (siegestrunken) etwa lag dieser bei 8,87, für «suicide» (Selbstmord) bei 1,25. Aus dem Mittel aller Werte ließ sich so die Grundstimmung im Netz ablesen - je höher, desto fröhlicher die Nutzer.

Am 4. November 2008, dem Tag des Sieges für Obama, habe das Wort «proud» (stolz) die Blogs bestimmt, hieß es weiter. Die Analyse habe zudem deutlich gemacht, dass junge Leute die «unglücklichsten» Internet-Nutzer sind - mit einem Hang zu Worten wie «sick», «hate», «sad», «lonely» und «fat» (übel, hassen, traurig, einsam, fett).

RTL-Experiment: «Life - Das Magazin»

Gegenwärtig laufen von Montag bis Freitag im RTL-Programm um 17 Uhr noch Wiederholungen der erfolglosen Actionserie «112 - Sie retten dein Leben».

Doch dieses Kapitel ist mit diesem Montag abgeschlossen. Denn dann beginnt der Kölner Privatsender ein neues Experiment auf dem Sendeplatz, der bislang keine guten Quoten brachte. Die Sendung «Life - Das Magazin» soll zwei Wochen lang laut RTL «Ferienstimmung pur» für die Daheimgebliebenen verbreiten, aber möglicherweise auch neue Zuschauerkreise erschließen.

Moderatorin des Magazins ist Miriam Lange. Sie befasst sich zum Beispiel mit einer Frau, die schon mehrmals durch die Führerscheinprüfung gefallen ist. Jetzt soll der Dame ein «Mental-Coach» helfen. Dann geht es auch um einen beruflich erfolgreichen Single, der bei seiner Brautschau den Umweg über die Mütter der auserwählten Kandidatinnen sucht - «nicht ohne Mutti» heißt das Motto. Ein bisschen Eigenwerbung muss auch sein, denn Lange wirft auch einen Blick hinter die Kulissen von RTL-Serien.

«Die Sendung macht gute Laune, bietet große Gefühle und spannende Geschichten über ganz normale, aber ebenso spannende Menschen», sagt die 29-jährige Lange. «Ich bin auf jeden Fall sehr lebensfroh und kann mich sehr schnell begeistern. Und ich hoffe, dass sich das auch in der Sendung widerspiegelt.» Lange ist selbst ein RTL-Kind. Die gebürtige Frankfurterin absolvierte ein Volontariat bei RTL Hessen, war Wetterfee und präsentiert seit 2007 vertretungsweise unter anderem auch die Magazine «Punkt 6» und «Punkt 9».

Wenn der Versuch mit «Life - Das Magazin» beendet ist, beginnt am 3. August ein neues Kurzzeit-Experiment: Dann strahlt RTL fünf Folgen der Reihe «Die Schulermittler» aus, in der die Sozialarbeiter Thorsten Heck (36) und Sarah Lee (27) nach wahren Geschichten zeigen, wie sie bei Gewalt, Diebstahl und Körperverletzung an Schulen von der Polizei eingesetzt werden und dabei helfen und aufklären können.

Bessere Fragen können bessere Vorsorge bringen

Wer selbst gut Bescheid weiß, bekommt auch die besseren Antworten auf seine Fragen. Deshalb sollten sich Sparer vor einer Beratung und dem Abschluss eines Altersvorsorgevertrags ausgiebig informieren.

Darauf weist die Initiative Altersvorsorge macht Schule in Berlin hin, die unter anderem von der Bundesregierung und der Deutschen Rentenversicherung getragen wird. Unabhängige Beratung gebe es zum Beispiel in den mehr als 200 Stellen der Verbraucherzentralen - dort werden auch konkrete Angebote und Verträge überprüft.

Die Kosten variieren je nach Umfang und Aufwand. Auch telefonische Beratungen seien möglich. Kostenlos ist den Angaben zufolge dagegen die Beratung der Deutschen Rentenversicherung. Produktempfehlungen dürften die Experten nicht aussprechen, sie informieren aber über Förderwege und Produktarten.

Weitere Informationen: www.altersvorsorge-macht-schule.de

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