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5.8.2009 von Thilo Nordmeyer.
Mit 6,61 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 22,9 Prozent verzeichneten «Die Nonne und der Kommissar» bei ihrem ersten Auftritt im August 2006 einen gelungenen Auftritt.
nn-Kathrin Kramer und Günther Maria Halmer legten daher nach und drehten im Herbst 2007 eine zweite Komödie mit der Ordensschwester und dem polizeilichen Ermittler, die die ARD an diesem Mittwoch (20.15 Uhr) unter dem Titel «Todesengel» ausstrahlt. Die weitere Zukunft der Mini-Reihe ist offen, denn bislang liegt kein dritter Film vor.
Während des Konzerts eines Opernsängers im Kloster geschieht das Unfassbare. Ein Einbrecher schlägt die Küche kurz und klein, lässt die Kasse aber unangetastet und nimmt, wie die Schwester Oberin (Brigitte Janner) feststellt, lediglich zwei Himbeergeistflaschen mit. Viel schlimmer ist jedoch, dass der Eindringling Schwester Anabel (Anne von Linstow) krankenhausreif geschlagen hat. Da der örtliche Kommissar Josef Baumert (Günther Maria Halmer) sich vor allem um seinen angefahrenen Hund Nietzsche sorgt, beginnt Schwester Camilla (Ann-Kathrin Kramer) selbst mit den Nachforschungen.
Baumert findet es nervig, dass Camilla überall ihre Nase hineinsteckt. Außerdem stellen sich einige ihrer Nachforschungen als höchst riskant heraus. Camilla bemerkt, dass der hinterhältige Überfall etwas mit dem hölzernen Engel im Kreuzgang zu tun hat, den ein armer Künstler vor 25 Jahren dem Kloster für wenig Geld überließ. Der Kommissar findet schließlich heraus, dass der Engel nur eine Kopie des wertvollen Originals ist. Plötzlich wird auf Anabel ein weiterer Anschlag verübt.
Regisseur Hajo Gies, der in den 70er-Jahren die Kultfigur Schimanski schuf, hält in dieser Komödie die «Leichtigkeit» für das oberste Ziel - «wie beim französischen Film, von dem ich ohnehin ein ganz großer Fan bin». Die naturalistische Abbildung der Wirklichkeit sei sowieso nicht sein Streben. Es liege eine Stufe höher. Den Schimanski habe er auch überhöht dargestellt, als eine Art Robin Hood. Für Ann-Kathrin Kramer ist «Todesengel» der zweite Film mit Gies. Gemeinsam hätten sie die Camilla zum Leben erweckt und überlegt, wie die Figur funktionieren könne, ohne albern zu sein. Kramer: «Ein schmaler Grat, den wir aber, denke ich, gemeistert haben.»
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5.8.2009 von Thilo Nordmeyer.
Das Debakel bei der Immobilienbank Hypo Real Estate zieht eine Flut von Schadenersatzklagen verärgerter Aktionäre nach sich. Am Landgericht München seien derzeit mehr als 50 Klagen gegen die HRE anhängig, teilte das Gericht in München mit.
In mehreren davon werfen die Anleger dem Unternehmen vor, falsche oder verspätete Ad-Hoc-Mitteilungen herausgegeben zu haben. Der bislang größte Prozess um Schadenersatzforderungen soll an diesem Donnerstag (6. August) in München beginnen. Dabei geht es um Forderungen von mehr als 200 Millionen Euro, die ein Anwalt für mehrere Kapitalanlagefonds einklagen will. Sie werfen der Hypo Real Estate vor, sie systematisch über die wahre Lage des Unternehmens getäuscht zu haben.
Da die Hypo Real Estate nach ihrer Existenzkrise im vergangenen Jahr inzwischen dem Staat gehört, richten sich die Klagen nach Einschätzung von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) letztlich gegen den Bund und somit auch die Steuerzahler.
Einem Anleger hatte das Gericht bereits in einem Prozess im Juni rund 4000 Euro Schadenersatz zugesprochen, dagegen legte die HRE allerdings Revision ein. Auch in einem weiteren Verfahren vor knapp zwei Wochen sahen die Richter gewisse Erfolgschancen für die Klagen, sofern sie Aktienkäufe zwischen Ende November 2007 und Mitte Januar 2008 betreffen.
In dieser Zeit hat das damalige Management nach Einschätzung der Richter möglicherweise schon von Belastungen durch die US-Finanzkrise gewusst, die Anleger aber erst am 15. Januar 2008 in einer Ad-Hoc-Meldung über Abschreibungen in Höhe von 390 Millionen Euro informiert und damit die Aktie auf Talfahrt geschickt.
Das Landgericht München stellte aber klar, dass dies keine Rückschlüsse auf andere Verfahren zulässt: «Nachdem den Klagen unterschiedliche Sachverhalte zugrunde liegen, kann eine generelle Aussage zu den einzelnen Verfahren derzeit nicht getroffen werden.» Mit Entscheidungen sei frühestens im Herbst zu rechnen.
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