Archive für August 2009

Stefan Raab kommt zurück

Auch für TV-Komiker Stefan Raab ist der Urlaub einmal zu Ende. Von Montag (23.15 Uhr) an wird der 42-Jährige wieder wie immer vier Mal die Woche durch sein «TV total» führen, wie der Privatsender ProSieben mitteilte.

Die ersten Tage sind bei Raab musikalisch geprägt: Unter anderem erwartet er die Sängerin Stefanie Heinzmann, die Indie-Rockerin Beth Ditto mit ihrer Band Gossip und «Popstars»-Jurorin Michelle Leonart.

Raabs abendfüllende Shows sind in diesem Herbst drei Ausgaben von «Schlag den Raab» (ab 12. September), die «TV Total Bundestagswahl» am 26. September die «Stock Car Crash Challenge» am 17. Oktober und ein «TV Total Turmspringen».

Neues Internetportal hilft bei Finanzplanung

Ein interaktives Online-Portal der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen soll beratungsbedürftigen Sparern auf dem Weg zur sicheren Geld-Anlage helfen.

Durch Finanzkrise und viele falsche Bank-Beratungen sei das Vertrauen der Bürger «verloren gegangen», erklärte die Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ilse Aigner (CSU), bei der Vorstellung des Portals «verbraucherfinanzwissen.de» in Düsseldorf. «Die Finanzberatung krankt an vielen Stellen», kritisierte NRW- Verbraucherschutzminister Eckhard Uhlenberg (CDU). Es gebe leider noch zu viele Bankberater, die das Interesse an den eigenen Provisionen über die Kundenbedürfnisse stellten.

Daher will der Verbraucherschutz den Sparern mit dem Internetportal nun Hilfestellung geben, ihre Finanzen selbst zu regeln und vor allem auch die Hintergründe des Geldgeschäftes zu verstehen. In Meinungsforen seien die Nutzer permanent im Austausch sowohl untereinander als auch mit Finanz-Experten der Verbraucherzentrale. Dies ersetze allerdings keine persönliche Beratung durch die Zentrale, erklärte NRW-Vorstand Klaus Müller. Es sei aber «eine gute Ergänzung.»

Ein Schwerpunkt des Portals liegt auf einer Checkliste zur Vorbereitung auf ein Anlage-Beratungsgespräch. Mit gezielten Fragen nach den Bedürfnissen des Sparers soll sie verhindern helfen, dass er am Ende «mit Aktienfonds statt mit Sparvertrag» nach Hause geht, betonte Verbraucherschützer Müller.

Finanzportal der Verbraucherzentrale NRW: www.verbraucherfinanzwissen.de

Den passenden Finanzberater findet man auf WhoFinance.

EM-Auftaktsieg für deutsche Fußball-Frauen

Nach dem erst in der furiosen Schlussphase mit drei Toren in fünf Minuten herausgeschossenen 4:0 (1:0)-Auftaktsieg über Norwegen in Tampere geht die deutsche Frauen-Nationalmannschaft bei der Fußball-EM in Finnland die nächsten Aufgaben noch selbstbewusster und gelassener an.

«Dass wir das zweite Tor solange nicht machen, tut meinen Nerven gar nicht gut. Aber unter dem Strich bin ich mit der Leistung der Mannschaft sehr zufrieden. Dass sie die taktischen Vorgaben so gut umsetzt, ist absolut genial», bilanzierte die sichtlich erleichterte DFB-Cheftrainerin Silvia Neid nach dem ersten großen Schritt Richtung EM-Titelverteidigung.

«Hier mit drei Punkten und vier Toren gegen einen starken Gegner zu starten, tut sehr gut. Aber wir können uns jetzt nicht zurücklegen und werden uns genauso konzentriert auf das zweite Spiel gegen Frankreich vorbereiten», ergänzte Neid nach der erfolgreichen Neuauflage des EM-Finals von 2005 in England (3:1 für Deutschland). Gegen die Französinnen, die anschließend 3:1 (1:1) gegen Island gewannen, kann das deutsche Team als Spitzenreiter der Gruppe B schon den Viertelfinal-Einzug perfekt machen.

Nach der Führung durch einen von Linda Bresonik verwandelten Foulelfmeter (33.) mühte sich die DFB-Elf vor 6552 Zuschauern lange vergebens um das zweite Tor. Der Knoten platzte erst kurz vor Schluss: Die eingewechselten Fatmire Bajramaj mit einem Doppelschlag (90./90.+4) und Anja Mittag (90.+2) sorgten für den späten Jubel. «Es gibt eben solche Tage, da will der Ball einfach nicht über die Linie. Aber das 4:0 ist nun eine gute Ausgangsbasis», resümierte Rekordnationalspielerin Birgit Prinz, die wie ihre Kolleginnen zuvor zahlreiche Großchancen ausgelassen hatte. «In der 89. Minute hätten wir sogar das 1:1 kriegen können. Das wäre sehr schade gewesen», betonte Neid nach dem 14. Erfolg (13 Niederlagen) im 32. Duell mit den enttäuschenden Norwegerinnen, deren überragende Torhüterin Ingrid Hjelmseth ein komplettes Debakel verhinderte.

Deutschland begann mit der erwarteten Startelf. Für Weltmeisterin Simone Laudehr, die nach einer Bänderverletzung im Knie noch Trainingsrückstand aufweist, rückte die später zum «Player of the match» gewählte 19-jährige Kim Kulig vom Hamburger SV ins defensive Mittelfeld. Das Abwehrzentrum bildeten Annike Krahn und Ariane Hingst. Doch die Defensive war über weite Strecken gar nicht gefordert, weil der sechsmalige Europameister den Gegner in dessen Hälfte einschnürte und angetrieben von Bresonik und Kulig Angriff um Angriff startete. Die taktische Vorgabe, im Mittelfeld die Kopfball- Duelle zu gewinnen und eigene Aktionen über die Außen zu kreieren, setzte die Elf hervorragend um.

Schon in der 3. Minute hatte Stürmerin Inka Grings Pech bei einem Schuss neben das Tor. Weitere Chancen folgten im Minutentakt. Doch es dauerte bis zur 33. Minute, bis Bresonik die verdiente Führung gelang. «Wir haben uns das Leben lange selbst schwer gemacht», gestand die Duisburgerin, die nach einem Foul von Maren Mjelde an Prinz den fälligen Strafstoß verwandelte. Doch danach konnte Torfrau Hjelmseth - nach dem Rücktritt von Bente Nordby und der Verletzung von Erika Skarbö eigentlich nur die Nummer drei in Norwegen - trotz zahlreicher hochkarätiger Chancen zunächst nicht mehr überwunden werden. Erst als das Spiel schon fast zu Ende war, gab es das nicht mehr erwartete Schützenfest und den souveränen Starterfolg des DFB- Teams, das noch nie ein EURO-Auftaktmatch verloren hat und nun seit 21 EM-Spielen ungeschlagen ist.