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Struck: Schwere Stunde für die SPD
Der scheidende SPD-Fraktionschef Peter Struck hat eine bittere Niederlage seiner Partei eingeräumt. «Das ist eine schwere Stunde für die SPD», sagte Struck am Sonntagabend zum Ausgang der Bundestagswahl in der ARD. «Das Ergebnis hat nicht an Frank-Walter Steinmeier gelegen», fügte Struck hinzu.Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sieht die gesamte sozialdemokratische Partei in der Verantwortung für das schlechte Abschneiden bei der Bundestagswahl. Wowereit sagte am Sonntagabend im ZDF, die Partei müsse sich nun fragen, was inhaltlich falsch gemacht worden sei. Allerdings habe auch die Union Verluste erlitten. «Beiden Parteien ist die große Koalition nicht gut bekommen.» In der Opposition werde die SPD nun ihr soziales Profil schärfen müssen.Hessens Ministerpräsident Roland Koch hat die Prognosen für die Bundestagswahl trotz Verlusten für seine Partei positiv bewertet. «Wir als Union freuen uns», sagte der CDU-Vize in der ARD. Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel habe das Wahlziel, eine neue Regierung mit der FDP bilden zu können, eindeutig erreicht. Koch räumte aber ein, dass die Union für vier Jahre große Koalition auch ein Stück weit einen Preis habe zahlen müssen.Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) sieht das Wahlergebnis seiner Partei trotz Stimmverlusten als Erfolg für Bundeskanzlerin Angela Merkel. «Das ist eine klare Bestätigung für Angela Merkel, auch ohne die Überhangmandate», sagte der stellvertretende CDU-Vorsitzende am Sonntagabend im ZDF. Nach den ersten Wahlprognosen zeigte sich Rüttgers zufrieden. «Es gibt eine klare Mehrheit für eine Koalition aus CDU/CSU und der FDP. Wir haben unser Wahlziel erreicht.»