Archiv der Kategorie Freunde

Viele Deutsche legen Geld auf die hohe Kante

Viele Deutsche legen sich etwas auf die hohe Kante. Weil ihnen das ein Gefühl von Sicherheit gebe, haben sechs von zehn Bundesbürgern (63,8 Prozent) eine gewisse Summe Geld gespart.

Das ergab eine Umfrage der Gfk Marktforschung aus Nürnberg. Mehr als zwei Drittel (69,8 Prozent) sagen von sich, dass sie sparsam sind und ihr Geld zusammenhalten. Ist eine größere Anschaffung geplant, fangen die meisten (67,1 Prozent) sofort an zu sparen.

Acht von zehn Deutschen (84,1 Prozent) gaben an, sie gingen zwar sorgsam mit ihrem Geld um, würden sich sich aber dennoch ab und zu etwas gönnen. An der Umfrage im Auftrag der «Apotheken Umschau» nahmen 2014 Menschen ab 14 Jahren teil.

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Staatsakt zu 60 Jahren Bundesrepublik

Am Vortag der Bundespräsidentenwahl wird heute in Berlin das 60-jährige Bestehen der Bundesrepublik gefeiert. Bei einem Festakt am Mittag im Konzerthaus am Gendarmenmarkt wird Bundespräsident Horst Köhler zu sechs Jahrzehnten Bundesrepublik Deutschland reden.

Zum 60. Jahrestag des Bestehens der Bundesrepublik würdigte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die Verdienste von Ludwig Erhard für Wohlstand und sozialen Frieden. In einem Beitrag für die «Bild»-Zeitung schreibt Merkel, Erhard - von 1963 bis 1966 zweiter deutscher Bundeskanzler - habe «wie kein anderer die Grundlagen für unseren heutigen Wohlstand und sozialen Frieden gelegt». Sein Ziel sei «kein zügelloser Kapitalismus» gewesen, sondern «eine sozial verpflichtete Marktwirtschaft, in der es keine Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich geben würde».

Merkel schrieb: «Dazu forderte Erhard von Anfang an einen starken, ordnenden Staat.» Der von ihm verfochtene «geordnete Wettbewerb» bietet nach Merkels Auffassung auch Lösungen für die derzeitige Finanz- und Wirtschaftskrise. «Wenn wir darauf aufbauen, was Ludwig Erhard begründet hat, und es unter den Bedingungen der Globalisierung weiterentwickeln, dann können wir die Zukunft erfolgreich gestalten.»

Am Nachmittag und Abend wollen die Fraktionen im Bundestag die letzten Vorbereitungen für die Wahl des Bundespräsidenten am Samstag treffen. Köhler bewirbt sich um eine zweite Amtszeit. Gegen ihn treten für die SPD die Professorin Gesine Schwan und für die Linkspartei der Schauspieler Peter Sodann an.

Der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering hält den Ausgang der Bundespräsidentenwahl für offen. «Es ist knapp, mehr kann ich nicht sagen», sagte er gestern Abend beim Evangelischen Kirchentag in Bremen. Aus Münteferings Sicht ist es gut, dass es bei der Wahl mehrere Kandidaten gibt. «Deshalb habe ich es sehr begrüßt, dass Gesine Schwan in diese Wahl eingestiegen ist und gesagt hat: Ich kann das auch.»

Am 23. Mai 1949 war das Grundgesetz unterzeichnet worden - das Datum gilt als Gründungstag der Bundesrepublik. Alle fünf Jahre wird am 23. Mai das neue Staatsoberhaupt gewählt.

Sieg ist Pflicht: DEB-Team will Absturz verhindern

Knapp ein Jahr nach der EM-Bergtour der deutschen Fußballer droht den Eishockey-Spielern in den Schweizer Alpen der Absturz. Nach der bitteren Derby-Niederlage gegen den Gastgeber ist das DEB-Team im letzten Vorrundenspiel gegen Frankreich zum Siegen verdammt.

Eine weitere Pleite im nächsten Nachbarschaftsduell hätte den Gang in die bedeutungslose Abstiegsrunde zur Folge. «Es ist jedes Jahr die gleiche Situation. Es kommt fast immer auf das letzte Spiel an. Wenn wir mit der Einstellung des Schweiz-Spiels reingehen, werden wir gewinnen», sagte Verteidiger Michael Bakos nach dem Training. Torhüter Dimitri Pätzold fasste die Lage knapp zusammen: «Wir brauchen gar nicht großartig zu reden. Wir müssen gewinnen und gut.»

Zwar muss Deutschland als Gastgeber der WM 2010 nicht die Zweitklassigkeit fürchten, dennoch wäre ein «blaues Auge» gegen «Les Bleus» und somit Spiele gegen Österreich, Ungarn, Dänemark oder Norwegen keine Werbung für das Turnier im eigenen Land. Vor einem Jahr hatte es in Kanada in der Vorrunde ein schmerzliches 2:3 gegen die Norweger gegeben. «Wir brauchen hier sportlichen Erfolg, um ein Jahr vor der Heim-WM Aufmerksamkeit zu erregen», macht DEB-Generalsekretär Franz Reindl allen klar.

Zwar haben die Franzosen ebenfalls beide Spiele gegen Russland (2:7) und die Schweiz (0:1) verloren, dabei jedoch ebenfalls den Gastgebern große Probleme bereitet. Krupp erwartet die Franzosen so, wie die Deutschen beim selbst 2:3 nach Verlängerung gegen die Schweizer auftraten: defensiv und diszipliniert.

Die letzte deutsche Niederlage gegen Frankreich gab es am 30. August 2001, anschließend folgten ein Unentschieden und vier Siege. Der jüngste Erfolg sollte Krupps Crew jedoch als Fingerzeig gelten - beim Swiss Cup im Februar 2008 gewann Deutschland mit 6:5, das Siegtor erzielte der seit einem Jahr nicht mehr berücksichtigte Florian Busch erst sieben Sekunden vor Schluss. «Wir sind vorgewarnt», bemerkte Bakos, den seit dem Auftakt gegen Russland ein blaues Auge ziert. «Ich will nicht, dass ein zweites, seelisches dazukommt», fügte der Ingolstädter hinzu. Krupp wollte keinen Vergleich zum Spiel in Lausanne ziehen: «Dieses Mal spielen die Nerven eine Rolle und welche Mannschaft damit besser klarkommt.»

Stürmer Kai Hospelt forderte, den Punkt gegen die Schweiz nun zu veredeln. Der Wolfsburger zählt bislang zu den positiven Überraschungen der WM. Auffällig unauffällig präsentierte sich hingegen bisher Jochen Hecht. Der NHL-Profi der Buffalo Sabres und erfahrenste Deutsche ist derzeit nur ein Mitläufer und vergab gegen die Schweiz bei einer 5:3-Überzahl freistehend das mögliche 3:2. «Es war nicht die erste Chance, die ich in meiner Karriere ausgelassen habe», meint der 31-Jährige lapidar.

Krupp ist dennoch vom ehemaligen Mannheimer überzeugt: «Er findet allmählich seinen Weg und wird sich noch steigern. Ich bin sehr froh, dass er dabei ist.» Ob die NHL- Profis Christian Ehrhoff, Sascha Goc und Dennis Seidenberg noch eingeflogen werden, soll erst nach einem eventuellen Playoff-Aus und dem deutschen Spiel gegen Frankreich entschieden werden.