Archiv der Kategorie Medien-News Deutschland

Ein Appell für Meinungsfreiheit

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Acht Monate nach der Bekanntgabe der umstrittenen Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen gehen die Demonstrationen gegen das iranische Regime weiter. Trotz massiver Bedrohungen gehen Hunderttausende auf die Straße, um ihre Bürgerrechte zu verteidigen und gegen Wahlfälschung und die Einschränkung ihrer Freiheiten zu protestieren. Das Regime aber beantwortet ihre Forderungen mit Terror und gewaltsamer Unterdrückung.

Zusätzlich zum üblichen Unterdrückungsapparat mobilisiert das Regime irreguläre Kräfte, die mit Stich- und Feuerwaffen die friedlichen Demonstranten mit Tötungsabsicht attackieren. Weder Privathäuser noch Studentenheime bleiben davon verschont. Folter und Vergewaltigung gehören in den Gefängnissen zur Tagesordnung. Gerichte sprechen in Massen-Schauprozessen Todesurteile aus. Ein System der willkürlichen Rechtsauslegung soll den Terror legitimieren.
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Trotz tausendfacher Gefangennahmen und öffentlicher Selbstbezichtigungen im Fernsehen, die unter Folter zustande kommen, hören die Proteste nicht auf. Während politische Grundfreiheiten geleugnet werden, nutzt das iranische Volk jede Gelegenheit, um die Überlegenheit seiner gewaltfreien Strategie unter Beweis zu stellen.

Das iranische Regime, das seine Hoffnung auf die Erschöpfung der demokratischen Bewegung gesetzt hat, sieht sich nun einer immer stärkeren Protestwelle gegenüber, deren Forderungen sogar gewachsen sind. Nun greifen sie mit ihren Parolen selbst die theokratischen Strukturen des Systems an. Unter den gegebenen Umständen ist es keine Überraschung, dass eine neue Welle der Gewalt und Repression die iranische Zivilgesellschaft zügellos bedroht.

Den Intellektuellen und Demokraten dieser Welt obliegt es nun, gegen diese Bedrohungen mit aller Kraft zu protestieren und dem iranischen Volk, das seine unanfechtbaren Rechte verteidigt, ihre Unterstützung zu versichern. Was die Fortführung der repressiven Gewalt des iranischen Regimes möglich macht, ist die Gleichgültigkeit und Passivität der öffentlichen Weltmeinung.

Aus diesem Anlass drücken wir, die Unterzeichner, unsere uneingeschränkte Unterstützung für die Presse- und Freiheitsrechte des iranischen Volkes aus. Wir fordern die Freilassung aller Intellektuellen, Journalisten und politischen Aktivisten, die verhaftet wurden und Folter ertragen. Wir verurteilen generell die Gewalt und die Repressionen, die dem iranischen Volk das Recht auf politische Selbstbestimmung entziehen. Wir rufen die internationalen Organisationen auf, vom iranischen Regime die Einhaltung der demokratischen Rechte zu verlangen.

Vor 5 Jahren musste Rafik al Hariri sterben - Anschlag bis heute ungeklärt

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Ist es eine internationale Intrige, oder haben die Ermittler schlicht Angst? Das Uno-Sondertribunal, das die Mordattacke auf den libanesischen Ex-Premier Rafik al-Hariri untersucht, hat nach Informationen des SPIEGEL überraschende neue Erkenntnisse - und verschweigt sie. Schuld war demnach die Hisbollah.

14. Februar 2005: Vor dem Hotel St. Georges in Beirut explodiert eine gewaltige Bombe, als gerade die Wagenkolonne des früheren Ministerpräsidenten Rafik al-Hariri vorbeifährt. In dem Inferno kommen neben Hariri Leibwächter und Passanten um, 22 Menschen insgesamt.

Warum musste Hariri sterben? Eine von den Vereinten Nationen beschlossene Untersuchung befand Ende 2005, dass für den Mord wohl syrische Sicherheitskräfte und ranghohe Libanesen verantwortlich waren. Vier Verdächtige wurden verhaftet. Doch der letzte Beweis wurde nicht gefunden. Im April 2009 verfügte ein neu eingesetztes Uno-Sondertribunal die Freilassung der Männer.

Nun gibt es Hinweise auf neue und brisante Ermittlungsergebnisse. Wie der SPIEGEL aus dem Umkreis des Tribunals erfuhr und sich durch Einsicht in interne Papiere belegen ließ, steht der Fall vor einer Wende. Nach neuen Erkenntnissen waren es nicht Syrer, sondern Sondereinsatzkräfte der libanesischen Schiiten-Organisation Hisbollah (”Partei Gottes”), die den Anschlag geplant und durchgeführt haben.

Tribunal-Chef Bellemare und seine Richter wollen diese Erkenntnisse, die ihnen seit etwa einem Monat bekannt sind, offensichtlich zurückhalten.

Dass der Fall möglicherweise “geknackt” wurde, ist nach den Informationen des SPIEGEL-Informanten Spürsinn und Technologie zu verdanken. Eine Sondereinheit der libanesischen Sicherheitskräfte will die Nummern von Mobiltelefonen herausgefiltert haben, die sich an den Tagen vor dem Attentat und dann am Mordtag selbst in Hariris Umgebung lokalisieren ließen.

Die Enthüllungen über die mutmaßlichen Auftraggeber des Hariri-Mords dürften der Hisbollah schaden. Der Führer der Bewegung, die in den USA trotz ihres formalen Bekenntnisses zu demokratischen Spielregeln auf der Liste der Terrororganisationen steht, ahnt wohl kommende Probleme. Bei einer Rede in Beirut sprach Nasrallah von den “Verschwörungsabsichten”.

Über die Gründe, warum das Hariri-Tribunal die Erkenntnisse zurückhält, lässt sich nur spekulieren. Womöglich fürchten die Ermittler, sie könnten die Lage im Libanon aufheizen. Eine schriftliche Anfrage des SPIEGEL beantwortete die Pressestelle mit dem Hinweis, zu “operativen Details” könne man sich nicht äußern.

Lebanon’s national-unity cabinet formed

“Finally… the national-unity cabinet is born,” Prime Minister Saad Hariri said on Monday night to the Lebanese people, who had been awaiting its formation after almost five months of impasse, deliberation, proposals and counteroffers between the newly appointed Prime Minister and the opposition.

Hariri made his announcement from the Presidential Palace in Baabda after the cabinet was publicly decreed following his meeting with President Michel Sleiman. Speaker Nabih Berri had also joined their meeting to help put the finishing touches on the lineup.

Lebanon’s national unity government is based on the 15-10-5 cabinet formula, which grants the majority 15 ministers, the opposition 10 and the president five.

“We turned a new page,” Hariri said, voicing hope it will be one of agreement and cooperation in Lebanon.

A similar statement was issued earlier on Monday by Free Patriotic Movement leader MP Michel Aoun as he announced the names of the Change and Reform bloc’s prospective ministers. “We turned the page to ensure a better future for Lebanon and to confront all challenges,” he said, adding, “We cannot but overcome the past’s negative times and move toward the future.”

In his speech Hariri said that the cabinet will either allow the Lebanese to renew trust in their institutions or repeat their failure in achieving consensus. He said he hopes the cabinet will work for Lebanon’s best interests, face economic problems, launch a major legislative workshop and fully implement the Taif Accord.

Hariri also said he hopes the cabinet will be unified against Israeli threats and eager to liberate Lebanon’s occupied lands. He concluded his speech with a promise to work with everyone for Lebanon’s best interests.

International congratulations followed shortly after the cabinet formation. French Foreign Minister Bernard Kouchner welcomed the government formation and reiterated his country’s support for Hariri.

Also, UN Special Coordinator for Lebanon Michael Williams congratulated Hariri and Sleiman for the cabinet formation. He said that the UN looks forward to the new government’s firm and complete commitment to implementing UN Security Council Resolution 1701.

The detailed cabinet lineup was announced by the Cabinet Secretary General Suheil Bouji, who declared the resignation of outgoing Prime Minister Fouad Siniora’s government and the appointment of Saad Hariri as Prime Minister.

Prime Minister: Saad Hariri (Sunni/Future Movement)

President’s share:

- Deputy Prime Minister & Defense Minister: Elias al-Murr (Orthodox)

- Interior Minister: Ziad Baroud (Maronite)

- State Minister: Adnan al-Kassar (Sunni)

- State Minister: Adnan as-Sayyed Hussein (Shia)

- State Minister: Mona Ofeish (Orthodox)

Independents:

- Information Minister: Tarek Mitri (Orthodox)

- Economy and Trade Minister: Mohammad Safadi (Sunni – Tripoli bloc)

March 14:

- Environment Minister: Mohammad Rahhal (Sunni/Future Movement)

- Finance Minister: Rayya al-Haffar al-Hassan (Sunni/Future Movement)

- Education Minister: Hassan Mneimneh (Sunni/Future Movement)

- State Minister: Jean Ogassapian (Armenian/Future Movement)

- Public Works Minister: Ghazi Aridi (Druze/Progressive Socialist Party)

- Displaced Minister: Akram Chehayeb (Druze/Progressive Socialist Party)

- State Minister: Wael Abu Faour (Druze/Progressive Socialist Party)

- Justice Minister: Ibrahim Najjar: (Orthodox/Lebanese Forces Party)

- Culture Minister: Salim Wardeh (Catholic/Lebanese Forces Party)

- Minister of Social Affairs: Salim Sayegh  (Maronite/Kataeb Party)

- Labor Minister: Boutros Harb (Maronite/ March 14 Independent)

- State Minister: Michel Pharaon (Catholic/ March 14 Independent)

March 8:

- Telecommunications Minister: Charbel Nahhas (Catholic/Free Patriotic Movement)

- Tourism Minister: Fadi Abboud (Maronite/Free Patriotic Movement)

- Energy Minister: Gebran Bassil (Maronite/Free Patriotic Movement)

- Industry Minister: Abraham Dedeyan (Armenian/Tashnaq Party)

- State Minister: Youssef Saadeh (Maronite /Marada Movement)

- Minister of Agriculture: Hussein Hajj Hassan (Shia/Hezbollah)

- State minister for Administrative reform: Mohammad Fneish (Shia/Hezbollah)

- Youth and Sports Minister: Ali Abdullah (Shia/Amal Movement)

- Health Minister: Mohammad Jawad Khalifeh (Shia/Amal Movement)

- Foreign Affairs Minister: Ali Shami (Shia/Amal Movement)

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