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«Tatort» als Buch: Ballauf & Co. werden Romanfiguren

Den «Tatort», die beliebteste deutsche TV-Krimiserie, gibt es jetzt auch zwischen zwei Buchdeckeln. Bekannte Fernseh-Ermittler wie das Kölner Duo Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) werden Romanfiguren.

Wie der Regionalkrimi-Spezialist emons-Verlag mitteilte, erscheinen in Kooperation mit der ARD die ersten sechs Bücher Ende dieser Woche. Die Fälle spielen dabei in Köln, Bremen, Berlin, Leipzig, München und Saarbrücken.

«Tatort»-Fans können sich laut Verlag auf eigenständige Kriminalliteratur freuen. Die Krimis seien zwar auf Grundlage der TV-Drehbücher geschrieben, hätten aber viel Neues im Vergleich zur Filmversion zu bieten. Der Leser erhält neue Perspektiven und Einblicke in die Welt ihrer Ermittler. Weitere Romane sollen im nächsten Frühjahr folgen. Die Umschlag-Gestaltung ist stark an die Fernsehserie angelehnt.

«Um die bewährte Spannung der Serie in einem anderen Medium wiederzugeben, ist es keinesfalls ausreichend, die Dialoge der TV-Vorlage einfach niederzuschreiben, sondern die Handlung des Drehbuchs muss in einen qualitativ hochwertigen Roman eingebettet werden, der den Regeln des Genres genügt», sagte Verleger Hermann-Josef Emons.

Zweites Terror-Video gegen Deutschland

Wenige Tage vor der Bundestagswahl verschärft die islamische Terrororganisation El Kaida ihre Drohungen gegen Deutschland.

Nach Veröffentlichung eines Videos am Freitag tauchte am Sonntag eine weitere Botschaft auf, die erneut von dem aus Bonn stammenden Bekkay Harrach stammen soll. Wann das Video entstanden ist, ist noch unklar. In dem Video vom Freitag hatte der mutmaßliche El-Kaida-Terrorist den sofortigen Abzug deutscher Truppen aus Afghanistan gefordert - andernfalls drohe nach der Bundestagswahl ein «böses Erwachen».

«30 Rock» und «Mad Men» Gewinner der Emmys

Die Sitcom «30 Rock» und die Dramaserie «Mad Men» haben bei der Verleihung der Fernsehauszeichnungen Emmys erneut die Top-Preise gewonnen.

Der Blick hinter die Kulissen einer chaotischen Fernsehshow aus der Feder von Tina Fey wurde in der Nacht zum Montag in Los Angeles bereits zum dritten Mal in Folge als beste TV-Komödie geehrt.

Die «Mad Men» der Werbeagentur im New York der frühen 60er Jahre nahmen wie auch im vergangenen Jahr den US-Fernsehpreis für das beste Drama mit nach Hause. Das deutsche Supermodel Heidi Klum ging dagegen leer aus: Sie musste in der Kategorie bester Moderator einer Reality- Show («Project Runway») den Gewinn an Jeff Probst von «Survivor» abtreten.

«Danke, dass ihr uns immer noch Sendezeit gebt, auch wenn wir so viel teurer sind als eine Talkshow», scherzte Fey in ihrer Dankesrede. Sie selbst verlor ihre Chance auf einen Emmy als beste Comedy-Schauspielerin überraschenderweise an Toni Collette, die für ihre Rolle als Hausfrau mit multipler Persönlichkeit in «United States of Tara» geehrt wurde.

Stattdessen konnte sich Fey über eine Statue für ihre beißende Parodie der früheren republikanischen Vize-Präsidentschaftskandidatin Sarah Palin in «Saturday Night Live» freuen. Ihr Kollege Alec Baldwin nahm für seine Hauptrolle als Vizepräsident Jack Donaghy («30 Rock») einen Preis als bester Comedy-Schauspieler entgegen.

Glenn Close gewann ihren zweiten Emmy für die Verkörperung der unberechenbaren Staranwältin Patricia Hewes in der Krimiserie «Damages - Im Netz der Macht». Hollywood-Star Jessica Lange bekam eine Trophäe für ihre Rolle als «Big Edie», die exzentrische Verwandte der früheren First Lady Jackie Kennedy, in dem von Kritikern hochgelobten Fernsehfilm «Grey Gardens» überreicht.

Die Emmys wurden zum 61. Mal von der Amerikanischen Fernsehakademie verliehen.