Archiv der Kategorie Radio & TV

Moderatorin Caren Miosga verlängert

Caren Miosga bleibt «Tagesthemen»-Moderatorin. Die ARD-Intendanten verlängerten den Vertrag mit der 40-jährigen Journalistin auf ihrer Sitzung in Hamburg von 2010 an um weitere drei Jahre, teilte der Norddeutsche Rundfunk (NDR) mit.

Seit Juli 2007 führt Miosga durch die Sendung. Sie moderiert die «Tagesthemen» im wöchentlichen Wechsel mit Tom Buhrow. Sein Vertrag war bereits Ende vergangenen Jahres verlängert worden.

«Sie ist kompetent und freundlich, fragt beharrlich nach, bleibt immer fair», sagte NDR-Intendant Lutz Marmor. «Das hat ihr beim Publikum große Anerkennung und viele Sympathien eingebracht.» Bevor Caren Miosga bei den «Tagesthemen» einstieg, moderierte sie in der ARD das wöchentliche Kulturmagazin «Titel, Thesen, Temperamente».

ZDF erwartet von Pilawa viele neue Show-Ideen

Das ZDF erwartet von seinem neuen Star Jörg Pilawa viele neue Ideen für Shows. Pilawa werde jährlich fünf Samstagabendshows moderieren, kündigte ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut in der «Bild am Sonntag» an.

«Es wird neue Showideen geben - klassische Samstagabendunterhaltung sowie Eventprogramme. Des Weiteren wird er jährlich rund zehn Primetime-Formate, beispielsweise wissensvermittelnde Shows, unter der Woche moderieren», sagte Bellut. Hinzu komme einmal wöchentlich eine Late-Night-Show. Das ZDF bestätigte die Planungen.

Der 44 Jahre alte Pilawa wechselt im Oktober nächsten Jahres von der ARD zum ZDF. Bellut betonte, der Moderator habe sehr klare Vorstellungen und alle Freiheiten in der Entwicklung seiner Ideen. «Beschließen werden wir Inhalte und Ausrichtung der Show gemeinsam», sagte der Programmdirektor. In Sendestunden gerechnet sei das vereinbarte Programmvolumen wesentlich geringer als bei der ARD, erklärte Bellut.

Pilawa hatte erst nach langer Bedenkzeit beim ZDF unterschrieben. Dazu hatte er in der vergangenen Woche erklärt, «die ARD hatte den Wunsch, noch einmal ein weiteres Angebot zu unterbreiten. Deshalb hatte ich mir das Zeitfenster bis nach der Sommerpause gesetzt». Die Offerte sei gut gewesen, er hätte sogar «Verstehen Sie Spaß» moderieren sollen. «Doch dann wäre ich an weiteren sieben Wochenenden eingespannt worden.» Wochenenden will sich Pilawa eigentlich für seine Familie freihalten.

Bei der ARD sollen nach dem Wechsel von Pilawa zum ZDF mehrere prominente Moderatoren die Lücke füllen. «Wir werden ihn nicht nur durch einen Moderator ersetzen», sagte Programmdirektor Volker Herres dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel». Das Erste wolle sich stattdessen «perspektivisch in der Unterhaltung breiter und vielfältiger aufstellen». Pilawa moderiert noch bis Frühjahr 2010 Quizsendungen und eine Reihe von Abendshows.

ARD-intern gelten dem «Spiegel» zufolge die Moderatoren Ina Müller, Barbara Schöneberger und Frank Plasberg sowie der Kabarettist und Bestseller-Autor Eckart von Hirschhausen als potenzielle Nachfolger in der Hauptsendezeit. Wunschkandidat sei jedoch weiterhin Günther Jauch, der im Jahr 2007 nach langen Verhandlungen der ARD noch abgesagt hatte. Eine ARD-Sprecherin nannte dies «Spekulationen».

Innerhalb der ARD wird dem «Spiegel»-Bericht zufolge vermutet, Pilawa sei deshalb zum ZDF gewechselt, weil er Thomas Gottschalk bei «Wetten, dass..?» beerben wolle. Dazu gebe es jedoch keine Absprachen, habe es ZDF-intern geheißen.

Neue Besetzung für die Kochprofis

Wer von Woche zu Woche immer «Die Kochprofis - Einsatz am Herd» auf RTL II guckt, wird sich an diesem Montag (20.15 Uhr) vielleicht wundern. Die Besetzung hat sich nämlich geändert.

Wegen Unstimmigkeiten zur künftigen Entwicklung der Sendung hatte die alte Crew am Herd RTL II verlassen und wechselte geschlossen - bis auf eine Ausnahme - zum Konkurrenten Vox. RTL II sorgte für Ersatz, und das Publikum wird sich mit Frank Oehler, Andreas Schweiger, Oliver Mik und Mike Süsser an ein neues Koch-Team gewöhnen müssen.

Bei Vox wird die alte Mannschaft eine neue Sendung («Die Küchenchefs») bekommen - der Sendestart soll im Herbst sein. Der Streit mit den alten Köchen ist für RTL II abgehakt. «Es geht heute um sehr viel mehr als das Kochen», sagt Redakteurin Nadia Wölfel, bei RTL II verantwortlich für «Die Kochprofis - Einsatz am Herd». In der Sendung versuchen Profi-Köche, innerhalb weniger Tage heruntergekommene Restaurants aufzumöbeln.

Schon vor einiger Zeit wurden die «Kochprofis» umgebaut. Heute geht es stärker um die Menschen und ihre Schicksale, erklärt Wölfel. «Die Köche haben eher die Funktion von Coaches bekommen. Letztendlich erzählen wir die Geschichte der Menschen, um die es geht.» Für «Kochprofi» Andreas Schweiger haben die Sendungen noch einen anderen positiven Effekt. «Ich finde es einfach schön, dass der Beruf Koch einen anderen Stellenwert bekommen hat. Das einzige, was ich an Jamie Oliver gut finde: Er hat das verschwitzte, kräftige Bild vom Koch geändert.»

Er habe sich am Anfang immer ein bisschen geschämt, wenn die Leute ihn gefragt hätten: «Und was machst Du von Beruf? Koch, Schnitzel und so?», sagt Schweiger. «Das Verständnis, dass es da riesige Unterschiede gibt, war früher nicht so groß. Das wurde dann im Fernsehen ziemlich breitgetreten, dass das eigentlich ganz coole Typen sind, die ziemlich kreativ sind - dass das eigentlich mehr Künstler sind. Das fand ich sehr schön.»

Für die vier neuen «Kochprofis» sind Kochsendungen ein Evergreen - auch wenn sie selber den Überblick über all die Shows schon verloren haben. Kochen werde die Menschen eben immer faszinieren, ist Mike Süsser überzeugt: «Wo finden denn ihre besten Partys statt? In der Küche, oder? Essen ist alles. Das ist Romantik, Kommunikation, Fröhlichkeit, Sinne werden angeregt. Jeden interessiert Essen.»